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28. März 2019

Berufskolleg-Schüler*innen zu Gast in der Berufsfachschule für  Physiotherapie

Bewegen und bewegt werden: Darum ging es beim ersten Kooperationsprojekt der Berufsfachschule für Physiotherapie und des BK Gesundheit und Pflege.

Täglich bewegen wir unzählige Male unsere Finger, unser Hände, unsere Armen, die Schultern, den Kopf, die Hüfte, die Knie oder die Füße. Dies meistens ganz automatisch und ohne dem besondere Beachtung zu schenken. Bewegung gehört ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Es gibt aber auch Situationen, in denen sich Menschen nicht oder nur eingeschränkt bewegen können. Zum Beispiel, wenn sie nach einem Unfall im Krankenhaus oder aufgrund einer Krankheit längere Zeit im Bett liegen. Auch für sie ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben bzw. ihre Bewegungsfähigkeit wieder zu erlangen. Wie man sie dabei unterstützt, lernen Physiotherapeut*innen in ihrer Ausbildung.

Im Fach Grundlagen der Krankengymnastik haben die Physiotherapie-Auszubildenden des Kurses PHY18-2 bei Dozentin Nicole Neumann gerade den Themenblock Bewegung und Bewegungsübungen durchgenommen und gelernt, wie man die verschiedenen Gelenke bewegt und wie man Hilfestellung bei Bewegungen geben kann.
Ebenfalls mit dem Thema Bewegung befassen sich gerade die BK-Schüler*innen im Fach Pflege und Pflegeübungen bei Heidrun Haller.

Warum bei dieser Themenüberschneidung nicht was gemeinsam machen?, haben sich Nicole Neumann und Heidrun Haller gedacht. Und so fand am 28. März das erste Kooperationsprojekt der Berufsfachschule für Physiotherapie und des Berufskollegs statt.

Bewegung der Zehen

Nach einer kurzen thematischen Einführung durch Nicole Neumann ging es auch schon direkt rein in die Praxis. An insgesamt sieben Stationen durften die BK-Schüler*innen zunächst einmal auf der Liege Platz nehmen und sich von den angehenden Physiotherapeut*innen an Hüfte, Knie, Hand, Ellenbogen, Fuß und Schulter bewegen oder sich an der Transfer-Station von der Liege- in die Sitzposition und von der Sitz- in die Stehposition bringen lassen. Jeweils nach fünf Minuten tauschten die BK-Schüler*innen die Positionen, um das eben am eigenen Körper Erfahrene, selbst auszuprobieren. Die Auszubildenden leiteten sie dabei fachkundig an. Nach zehn Minuten ging es dann an die nächste Station – für die BK-Schüler mit und für die Auszubildenden gegen den Uhrzeigersinn – so dass am Schluss jeder jede Station besucht und sich alle kennengelernt hatten.

Wie gut das gemeinsame Projekt auf beiden Seiten ankam, zeigte die anschließende Feedbackrunde. Besonders das schulartübergreifende Arbeiten stieß bei allen auf positive Resonanz. Die Auszubildenden fanden es außerdem gut, ihr Wissen weitergeben zu können und dabei Rückmeldung zu erhalten, welche Fragen und Unsicherheiten bei Laien auftauchen aber auch zu schauen, wo sie sich selbst noch mit dem Erklären schwer tun. Bei den BK-Schüler*innen kamen vor allem das praktische Arbeiten und die „spannenden“ und „lehrreichen“ Anleitungen der Auszubildenden gut an. Dass sie sich bei den über die physiotherapeutischen Übungen hinaus entstandenen Gesprächen ausgiebig über die Ausbildung und das Studium in Physiotherapie erkundigen konnten, gefiel ihnen ebenfalls sehr gut.

Für Nicole Neumann und Heidrun Haller steht fest: Das Pilotprojekt war ein gelungenes Experiment. Die Vorgehensweise, dass Schüler von Schülern lernen, wollen sie im kommenden Schuljahr auf jeden Fall wiederholen.

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