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24. Februar 2015

150224 ForschungsprojektWie wichtig ist es den Schülern und Mitarbeitern von Angell, dass es Bioprodukte in der Mensa gibt? wollten fünf Schülerinnen der 11B am Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasium wissen und fanden heraus: „Ziemlich wichtig". 241 Personen aus Ober-, Mittel- Unterstufe und ANGELL-Kollegium hatten die 11.-Klässlerinnen schriftlich befragt und die Ergebnisse ihrer Forschung am 24. Februar beim „Wissenschaftskongress" vor den Mitschülern und Lehrerin Sonja Brehmer präsentiert.

Dabei stellten sie die eigene Vorgehensweise und das Erhebungsverfahren vor und berichteten über Schwierigkeiten, mögliche Fehlerquellen und Kritikpunkte an der eigenen Studie und gaben schließlich noch einen Ausblick für weiterführende Forschungsfragen.
Aufgabe der Mitschüler war es, die Ausführungen kritisch zu hinterfragen und der Gruppe ein Feedback zu geben. „Da habt ihr euch wirklich ein gutes Thema ausgesucht. Das ist für jeden hier interessant, weil es jeden betrifft," lautete dann gleich die erste Rückmeldung, die von einer angeregten Diskussion prompt bestätigt wurde.

Forschungsprojekt am Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen GymnasiumSpannende Themen hatten sich auch die anderen Schüler für ihre Forschungsprojekte ausgesucht. Unter dem Titel „Sport – Die Jugend von heute hängt nur am Smartphone" erforschten fünf Schüler, ob es Unterschiede im Sportverhalten der Jugendlichen heute und früher (Geburtsjahrgänge 1955-1975) gibt und befragten dazu 120 Passanten in der Freiburger Innenstadt.
Mit dem Einfluss der Medien auf die Köperwahrnehmung weiblicher Personen befasste sich ein weiteres Forschungsteam und befragte dazu 80 Mädchen in der Bioteria. Ihre Forschungshypothese lautete, dass ein verstärkter Medienkonsum mit einem verzerrten Bild des eigenen Körpers einhergehe.
„Schminken – in welchem Alter zum ersten Mal", fragten vier Schülerinnen und kamen auf Grundlage ihrer Umfrageergebnisse zu dem Schluss, dass sich Frauen vor 25-30 Jahren noch nicht so früh geschminkt haben, wie Mädchen das heutzutage tun.
Um den Konsum von Sportlergetränken ging es dann in der zuletzt vorgestellten Studie. Um herauszufinden, wie verbreitet dieser unter männlichen Probanden zwischen achtzehn und dreißig Jahren ist, befragte die Forschergruppe 100 Passanten.

Forschungsprojekt am Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen GymnasiumGeplant und durchgeführt haben die 11.-Klässler ihre Studien im Profilfach „Pädagogik und Psychologie" im Rahmen der Lehrplaneinheit „Empirische Forschung". Angefangen von der Aufstellung der Forschungshypothese, über die Entwicklung des Messinstruments, dem Sammeln der Daten, bis hin zur Ergebnisauswertung und -präsentation haben die Schüler den ganzen Forschungsprozess miterlebt. „Bei dem Forschungsprojekt geht es weniger darum, dass die Schüler am Ende perfekte Ergebnisse vorzuweisen haben. Sie dürfen und sollen Fehler machen. Denn so erkennen sie am besten, wo die Schwierigkeiten empirischen Forschens liegen. Wichtig ist vor allem, dass die Schüler ein tiefgreifendes Verständnis für wissenschaftliche Forschung aufbauen und einen kritischen Blick für Studien und Studienergebnisse entwickeln", fasst Sonja Brehmer den Nutzen des Forschungsprojektes zusammen.

Dieses hat sie auch mit der 11C durchgeführt. Deren Präsentationen fanden bereits am Vortag statt.

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