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27. November 2015

151126 EntwicklungshelferinEinen eindrucksvollen Besuch bekam die 11 B des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums am Donnerstag, 26.11. Die Entwicklungshelferin Ulrike Purrer-Guardado berichtete sehr informativ und anschaulich von ihrem Leben und Arbeiten im seit 50 Jahren vom Bürgerkrieg zerrütteten Land Kolumbien.

Seit drei Jahren koordiniert die Theologin die diözesane Jugendarbeit im kolumbianischen Tumaco. Die meisten der 80.000 Einwohner sind Bürgerkriegsflüchtlinge, die in der Hafenstadt an der südwest-kolumbianischen Pazifikküste Schutz und einen Neuanfang suchen, aber extreme Armut, Schutzlosigkeit, Perspektivlosigkeit und brutale Gewalt vorfinden.
Die Jugendarbeiterin, deren Arbeit von Adveniat unterstützt wird, lebt mittendrin in einer Flüchtlingssiedlung aus improvisierten Holzhütten.
Mittels vieler eindrücklicher Fotos und einem von Jugendlichen Tumacos selbst gedrehten Film wurden die Zustände und die Bedingungen für soziale Arbeit sehr lebendig. Das "Centro Afro", in dem Ulrike Purrer tätig ist, begleitet die Jugendlichen in ihrem Alltag, hilft ihnen, ihre Ziele zu definieren und aktiv zu verfolgen und zeigt ihnen gewaltfreie Wege auf. Für die Schülerinnen und Schüler des SGG war dies ein sehr anschauliches Beispiel für pädagogische Handlungsfelder und soziale Arbeit, ein Themenschwerpunkt der 11. Klassen.

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