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15. Dezember 2015

thumb 151210 NovartisDer Geschmackssinn ist beim Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Insbesondere die Wahrnehmung von Bitterstoffen ist verschieden, was genetische Ursachen hat.

Die insgesamt 25 für das Geschmacksempfinden „Bitter“ zuständigen Gene sind bereits seit geraumer Zeit entschlüsselt. Ist eines dieser Gene nicht aktiv, fehlen die zuständigen Rezeptoren um bestimmte Bitterstoffe zu schmecken.

Ob sie selbst zu den Schmeckern oder Nicht-Schmeckern gehören, konnten 14 Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums jetzt im Labor des Pharmaunternehmens Novartis in Basel herausfinden. Am Anfang stand ein Geschmackstest, bei dem alle den Bitterstoff probierten und ihren individuellen Geschmackseindruck festhielten.

Mit modernen gentechnischen Analysemethoden wie PCR, RFLP und die Gelelektrophorese rückten sie anschließend ihrer eigenen DNA zu Leibe und prüften diese auf das Vorhandensein des Gens.

Lehrerin Michaela Sehringer findet den Laborbesuch eine tolle Bereicherung für den Unterricht: „Die Schülerinnen und Schüler lernen das exakte und saubere Arbeiten im Labor kennen und konnten so selbst herausfinden, ob sie zu den homozygoten Tastern (bei denen die Gene beider Chromosomen betroffen sind), zu den heterozygoten Tastern (bei denen ein Chromosom betroffen ist) oder zu den Non-Tastern (bei denen das Gen nicht vorkommt) gehören. Sie konnten so das Ergebnis des Geschmackstests mit der gentechnischen Analyse vergleichen.

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