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09. Dezember 2016

Schuelerkongress

Der ganze Saal ist voll. Fast 200 Schülerinnen und Schüler. Auf der Terrasse vor dem Saal im Ballhaus Freiburg gibt Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach in der Sonne ein Interview.

Vorne im Saal steht ein kleiner Tisch. An ihm spielt sich in der nächsten Viertelstunde alles ab. Die Angst, der Druck, die Ausweglosigkeit. Aber auch Hoffnung, Unterstützung und Trost. An dem Tisch spielen Schülerinnen und Schüler der 12C der Angell Akademie ein kurzes Stück über Prüfungsangst in zwei Varianten. Die Situation zuhause, vor der Prüfung und die Prüfungssituation in der Schule. Einmal verzweifelt, einmal hoffnungsvoll. Einmal mit dem Druck durch Eltern und Mitschüler, einmal mit Verständnis und Hilfe durch das soziale Umfeld. Die Jugendlichen im Publikum sehen zum Teil so aus, als ob sie diese Situationen auch kennen. Fragen zu stellen, trauen sich dann aber die wenigsten, als sie nach dem Stück die Möglichkeit dazu haben. So erzählen dann Schulpsychologin Annette Bauer-Denzel und Dr. Dipl. Psych. Jörg Angenendt, Leiter der Spezialsprechstunde für Angststörungen, die als Experten dabei sind, wie Prüfungsangst entsteht und wie man sie wieder los werden kann.
Neben dem Stück der 12C, das diese gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Christoph Koch und Dr. Jörg Angenendt vorbereitet hatte, konnten sich die 20 neunten und zehnten Schulklassen, die am ersten Freiburger Schülerkongress teilnahmen, drei weitere Stücke ansehen und diskutieren. Vier Klassen Sozialwissenschaftlicher Gymnasien hatten die Themen „Prüfungsangst“, „ADHS“, „Autismus“ und „Selbstverletzung“ vorbereitet.
„Es ist eine große Freude bei einer so großen und wichtigen Veranstaltung aktiv dabei zu sein und meine Klasse hat das super gemacht“, freute sich Christoph Koch.
Der Kongress wurde vom Regierungspräsidium Freiburg, dem Freiburger Bündnis gegen Depression e.V., dem Universitätsklinikum Freiburg, der Eventagentur CORDELL Festival Messe Kongress und der Tanzschule Gutmann veranstaltet. Er informierte und sensibilisierte die Jugendlichen für psychische Belastungen und Störungsbilder und zielt darauf ab, eine nachhaltige Diskussion darüber in den Schulklassen anzustoßen sowie Präventionsmaßnahmen und Hilfsangebote aufzuzeigen.

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