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20. Dezember 2018

Vortrag zum Thema Parapsychologie

Sarah Pohl und Ricarda Zöhn der „Parapsychologischen Beratungsstelle Freiburg“ hielten am 12. Dezember in den Klassen 11C und 11D des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums einen Vortrag.

„Kann jemand von euch etwas mit dem Begriff „Parapsychologie“ anfangen?“, fing die Diplom-Pädagogin, Sarah Pohl, den Vortrag an. Nur wenige Hände waren zu sehen. „Sehr gut, dann lohnt sich der Vortrag umso mehr“, freute sich ihre Kollegin und Psychotherapeutin, Ricarda Zöhn. Die beiden Frauen gehören zu den sechs Mitarbeiter*innen der Parapsychologischen Beratungsstelle Freiburg unter der Leitung von Walter von Lucadou. Hier werden Beratungsgespräche mit Betroffenen geführt, Aufklärungsarbeit an Schulen angeboten und Fortbildungen gemacht. Und das alles „ideologieinvariant“, denn die Beratungsstelle schreibt niemandem vor, was er zu glauben hat.

„Wusstest ihr, dass 73% der Deutschen schon mindestens ein eigenes subjektiv paranormales Erlebnis in ihrem Leben erlebt haben?“, fragte Sarah Pohl die Schüler*innen. Das erklärt, warum die Beratungsstelle in Freiburg dauerhaft belegt ist. Dazu kommt, dass solche Beratungsstellen sehr rar sind und es nur eine Handvoll weltweit gibt. Doch was genau ist eigentlich Parapsychologie? Ricarda Zöhn und Sarah Pohl behandelten die Grundfragen der Parapsychologie, erzählten vom „PSI-Effekt“, zeigten den Schüler*innen Wahrnehmungsbilder und schilderten ein Fallbeispiel zum Thema „Spuk“. Die Schüler*innen durften bei den Themen des Vortrags viel mitbestimmen, wurden aktiv einbezogen und dazu eingeladen, viele Fragen zu stellen.

Die beiden Frauen zeigten auch Videos zu den Challenges „Charlie Charlie“ und „Bloody Mary“, die vor ein paar Jahren zum Internettrend wurden. Dabei handelt es sich um Spiele, mit denen man angeblich Dämonen beschwören und herbeirufen kann. Ricarda und Sarah klärten die Klasse auf, was es mit den Effekten auf sich hat. Es stellte sich heraus, dass es ganz logische, physikalische Erklärungen für die scheinbar paranormalen Effekte gibt. Die Schüler*innen konnten sogar manche parapsychologischen Erscheinungen selbst erklären, da sie bei Maren Barleben und Sonja Brehmer im Psychologie- und Pädagogik Unterricht gerade das Thema „Wahrnehmung“ behandeln.

Am Ende des Vortrags warnten die beiden Wissenschaftlerinnen vor kommerzialisiertem Okkultismus im Internet. Sie erzählten von einer jugendlichen Klientin, die 4000 € in einen Online-Wahrsager investierte. Vor allem das Internet lockt gerade junge Menschen mit unseriösen Angeboten.

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