Wie fühlt es sich an, mit einem Rollator einen 50-Meter-Lauf zu absolvieren? Welche Unterstützung benötigen Kinder mit körperlichen Einschränkungen bei sportlichen Aktivitäten? Antworten auf diese Fragen erhielten die Auszubildenden des Kurses PHY 24.2 bei ihrem Besuch an der Esther-Weber-Schule in Emmendingen-Wasser. Gemeinsam mit ihren Dozentinnen Frau Kluge und Frau Tempel unterstützten die angehenden Physiotherapeut*innen den traditionellen Sporttag des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung.
Die Schule ist seit vielen Jahren Kooperationspartner der ANGELL Berufsfachschule für Physiotherapie und bietet unseren Auszubildenden im Rahmen des Pädiatrie-Praktikums wertvolle Einblicke in die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Beim Sportfest übernahmen die Auszubildenden die Betreuung einzelner Schüler*innen an den verschiedenen Stationen. Ob beim 50-Meter-"Lauf" mit Rollator, Roller oder Fahrrad oder beim rasanten Rutschen durch den sogenannten „Eiskanal“ – überall standen Motivation, Sicherheit und gemeinsamer Spaß an der Bewegung im Mittelpunkt.

Dabei wurde schnell deutlich, wie individuell Bewegungsförderung gestaltet werden muss und welche Bedeutung angepasste Hilfsmittel für die Mobilität und Teilhabe der Kinder haben. Nach einem ereignisreichen Vormittag ließen alle Beteiligten den Tag bei einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen. In der anschließenden Reflexionsrunde zeigten sich die Auszubildenden beeindruckt von ihren Erfahrungen: „Es war ein tolles Erlebnis.

Wir konnten einmal in eine ganz andere Schulwelt hineinschnuppern und haben gesehen, wie viele unterschiedliche Hilfsmittel die Mobilität der Kinder unterstützen können“, fasste eine Teilnehmerin stellvertretend die Eindrücke zusammen. Der Besuch machte deutlich, wie wertvoll die enge Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern ist. Sie ermöglicht den Auszubildenden nicht nur praktische Erfahrungen im pädiatrischen Bereich, sondern fördert auch Empathie, Teamarbeit und den Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten physiotherapeutischer Unterstützung im Alltag von Kindern mit Behinderung – Kompetenzen, die für den späteren Berufsalltag von unschätzbarem Wert sind.
