Wie entsteht eigentlich eine Zeitung? Welche Berufe stecken hinter einem modernen Medienhaus und wie sah die Herstellung von Druckerzeugnissen vor mehreren Jahrhunderten aus? Antworten auf diese Fragen erhielt die 11. Klasse bei einer Betriebsbesichtigung der Badischen Zeitung im Rahmen des Wirtschaftslehre-Unterrichts mit ihrem Lehrer Dietmar Bresch. Empfangen wurde die Klasse von zwei Auszubildenden, die den Beruf der Medienkauffrau bzw. des Medienkaufmanns Digital und Print erlernen.
Sie führten die Schülerinnen und Schüler durch das Unternehmen und berichteten aus erster Hand über ihre Ausbildung und ihren Arbeitsalltag. Dabei wurde deutlich, dass hinter einer Tageszeitung weit mehr steckt als journalistische Arbeit: Planung, Vermarktung, Kundenbetreuung und Organisation sind zentrale Aufgabenbereiche, die für das Funktionieren eines Medienunternehmens unverzichtbar sind. Zu Beginn der Führung erhielten die Jugendlichen einen Film über die Arbeit der Badischen Zeitung und die Entstehung einer Zeitung – von der ersten Themenidee bis zur fertigen Ausgabe.
Anschließend besuchten sie eine Ausstellung zur Entwicklung von Schrift und Druck, die eindrucksvoll die Geschichte des Buchdrucks nachzeichnete. Besonders großes Interesse weckten die historischen Hintergründe rund um die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass früher jede einzelne Seite mit aus Blei gefertigten Lettern von Hand gesetzt werden musste und die Drucker dabei ständig mit dem gesundheitsschädlichen Material in Berührung kamen. Dass viele Setzer im Laufe ihres Lebens an den Folgen einer Bleivergiftung erkrankten, sorgte für großes Erstaunen und regte zu zahlreichen Nachfragen an.

Ein weiteres Highlight war der Rundgang durch das moderne Druckhaus. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie heute mit hochautomatisierten Druckmaschinen innerhalb kürzester Zeit tausende Zeitungen produziert werden. Der direkte Vergleich zwischen den historischen Druckverfahren und der modernen Produktion machte den technischen Fortschritt besonders anschaulich. Die Betriebsbesichtigung verband wirtschaftliche, technische und historische Aspekte auf eindrucksvolle Weise und zeigte den Schülerinnen und Schülern, wie vielfältig die Medienbranche ist. Gleichzeitig bot sie spannende Einblicke in ein regionales Unternehmen und eröffnete neue Perspektiven auf Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten im Medienbereich.