Am 26. März besuchten Schülerinnen und Schüler der Chemie-Kurse den Produktions- und Entwicklungsstandort des Agrarunternehmens Syngenta in Münchwilen im Kanton Aargau (Schweiz). Begleitet wurde die Exkursion von ihrem Chemielehrer Dr. Bernhard Düll.
Vor Ort erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden und praxisnahen Einblick in die Abläufe eines modernen chemischen Entwicklungswerks. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie aus chemischer Grundlagenforschung konkrete Produkte entstehen und schließlich in die industrielle Produktion überführt werden. Besonders anschaulich wurde vermittelt, wie eng Forschung, Entwicklung und Produktion miteinander verzahnt sind und ineinandergreifen.
Das Programm war in drei thematische Stationen gegliedert. In der chemischen Syntheseentwicklung wurde gezeigt, wie neue Wirkstoffe im Labor entstehen und welche Schritte notwendig sind, um diese Prozesse effizient und reproduzierbar zu gestalten. Die Formulierungsentwicklung veranschaulichte, wie aus einem Wirkstoff ein anwendungsfähiges Produkt wird – etwa durch die richtige Zusammensetzung, Stabilität und Dosierbarkeit. In der analytischen Entwicklung erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in moderne Mess- und Prüfverfahren. Dieser Bereich spielt eine zentrale Rolle, da er die Qualität und Sicherheit der Produkte gewährleistet und gleichzeitig wichtige Daten für die behördliche Zulassung liefert.
Besonders deutlich wurde, dass die Arbeitsabläufe und Strukturen stark an die Prozesse großer Pharmaunternehmen wie Novartis oder Roche erinnern. Damit konnten die Schülerinnen und Schüler ihre schulischen Inhalte in einen größeren industriellen Kontext einordnen und besser verstehen, welche Anforderungen und Standards in der chemischen Industrie gelten.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Exkursion war die Vorstellung von Bildungs- und Karrierewegen. Neben der klassischen Ausbildung zum Chemielaboranten wurden auch akademische Perspektiven aufgezeigt, von Bachelor- bis hin zu Masterstudiengängen im naturwissenschaftlichen Bereich. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Einstiegsmöglichkeiten in die Branche sind und welche Entwicklungschancen sich bieten.
Gerade bei den Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen stieß dieser Teil auf großes Interesse: Erste konkrete Nachfragen zu Praktikumsmöglichkeiten am Standort zeigten, dass die Exkursion nicht nur informativ, sondern auch motivierend wirkte.
Insgesamt bot der Besuch bei Syngenta einen anschaulichen Einblick in die Welt der industriellen Chemie. Die Verbindung von theoretischem Wissen aus dem Unterricht mit realen Anwendungen sowie die Begegnung mit möglichen Berufsfeldern machten die Exkursion zu einer wertvollen Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler.