Wie entstehen neue Ideen? Was macht gutes Design aus? Und wie beeinflussen Kunst, Architektur und Gestaltung unsere Wahrnehmung? Mit diesen Fragen im Gepäck führte die Studienfahrt vom 20. bis 25. Juli 2026 nach Kopenhagen – in eine Stadt, die wie kaum eine andere für modernes Design, innovative Architektur und die Verbindung von Ästhetik und Funktionalität steht.

Begleitet wurde die Gruppe von Danny McClelland, Lehrer für Englisch, Geschichte und Gemeinschaftskunde sowie Musik, und Samuel Münz, Lehrer für Gestaltungs- und Medientechnik und Wirtschaft sowie Fachbereichsleiter Gestaltung an der ANGELL Akademie. Damit bot die Reise gerade auch für den Profilbereich Gestaltungs- und Medientechnik zahlreiche Möglichkeiten, Unterrichtsinhalte außerhalb des Klassenzimmers zu entdecken und neue gestalterische Impulse zu sammeln.

Nach der langen Bahnfahrt von Freiburg nach Kopenhagen begann die Erkundung der dänischen Hauptstadt am Dienstag mit einem alternativen Stadtrundgang. Abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten eröffnete dieser unterschiedliche Perspektiven auf die Stadt und machte sichtbar, wie Architektur, urbane Räume, Design und visuelle Kommunikation das Erscheinungsbild Kopenhagens prägen. Gerade hier zeigte sich, dass Gestaltung weit mehr ist als reine Ästhetik: Sie bestimmt, wie wir Räume wahrnehmen, wie wir uns darin bewegen und wie eine Stadt ihre Identität vermittelt.

Am Mittwoch rückte die Kunst in den Mittelpunkt. Im Statens Museum for Kunst, der dänischen Nationalgalerie, begegneten die Schülerinnen und Schüler Werken aus unterschiedlichen Epochen. Farbe, Form, Komposition und Bildsprache ließen sich dabei nicht nur kunsthistorisch betrachten, sondern auch mit Fragestellungen aus Gestaltung und Design verbinden. Denn viele Prinzipien, die Künstlerinnen und Künstler seit Jahrhunderten beschäftigen, spielen auch in moderner Grafik, Fotografie, Produktgestaltung und Medientechnik eine zentrale Rolle.
Ein besonderer Höhepunkt folgte am Donnerstag mit dem Besuch des Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk. Schon das Zusammenspiel von moderner Architektur, Landschaft und Kunst macht das direkt am Øresund gelegene Museum zu einem außergewöhnlichen Ort. Beim Workshop „Create the New“ wechselte die Perspektive schließlich vom Betrachten zum eigenen Gestalten: Ideen entwickeln, Bekanntes neu denken, experimentieren und kreative Lösungen finden – genau jene Prozesse, die auch das Profilfach Gestaltungs- und Medientechnik prägen.

Denn Design bedeutet mehr, als Dinge schön aussehen zu lassen. Im Profil Gestaltungs- und Medientechnik verbinden sich Kreativität und technisches Verständnis: Von der ersten Idee über Entwurf und Konzeption bis zur digitalen oder praktischen Umsetzung lernen die Schülerinnen und Schüler, Gestaltung bewusst einzusetzen und eigene Lösungen zu entwickeln. Nach den intensiven Programmtagen blieb am Freitag Zeit, Kopenhagen auf eigene Faust weiterzuentdecken und persönlichen Interessen nachzugehen.

Am Samstag trat die Gruppe schließlich die Rückreise nach Freiburg an. Die Studienfahrt zeigte damit eindrucksvoll, wie lebendig Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann. Kopenhagen wurde für einige Tage zum erweiterten Gestaltungsraum – voller Kunst, Architektur, Design und neuer Ideen. Und zugleich wurde deutlich, was das Profil Gestaltungs- und Medientechnik auszeichnet: genau hinsehen, Zusammenhänge verstehen, kreativ denken und aus einer Idee etwas Eigenes entstehen lassen.