Am 08. und 09. Oktober 2025 verbrachte die Klasse BK1 der ANGELL Akademie mit ihrem Lehrer Kristian Schliemann zwei erlebnisreiche Tage im Schwarzwald. Ziel war die DJH Jugendherberge Schluchsee-Wolfsgrund, idyllisch am Waldrand gelegen und nur wenige Schritte vom See entfernt – der perfekte Ort für gemeinsame Aktivitäten und neue Eindrücke.
Vom Mittwoch, 8. Oktober, bis Freitag, 10. Oktober 2025, verbrachte die Klasse 11a gemeinsam mit ihren Lehrkräften Herrn Waldvogel und Herrn Reichel drei abwechslungsreiche Tage im Haus Bergfried am Belchen. Beim Outdoor-Training (OTT) standen Kennenlernen, Kooperation und Teamgeist im Mittelpunkt.
Wie entstand unsere Demokratie – und was können wir heute tun, um sie zu stärken? Wie entwickelte sich in Athen eine Hochkultur, die politische und philosophische Ideen auf völlig neue Weise zu denken wagte? Und was bedeutet eigentlich ein glückliches Leben? Diesen großen Fragen gingen 19 Schüler*innen auf ihrer Studienfahrt nach Athen nach – und fanden dabei nicht nur Antworten in der Geschichte, sondern auch viele Anregungen für die Gegenwart.
Für die Schüler*innen der Klassen 10a und 10b steht in dieser Woche alles im Zeichen der spanischen Sprache und Kultur. In Valencia, der drittgrößten Stadt Spaniens, besuchen sie täglich von 9:00 bis 14:20 Uhr eine Sprachschule, wo sie ihre Spanischkenntnisse vertiefen und in kleinen Gruppen intensiv üben.
Eine Woche lang tauschen 20 Schüler*innen das Klassenzimmer gegen den Strand: In Peniche, einem der bekanntesten Surfspots Portugals, erleben sie unter der Leitung von Oliver Niemand und Samuel Münz Unterricht mit Atlantikfeeling.
Von Barcelona über Figueres bis Girona konnten unsere Schüler*innen die beeindruckende kulturelle Vielfalt Spaniens hautnah erleben. Diese Erfahrungen sind nicht nur eine wertvolle Bereicherung ihres Allgemeinwissens, sondern auch direkt relevant für die Themen der Abiturprüfungen im Fach Spanisch.
Wie funktioniert eigentlich unsere Wirtschaft – und was steckt hinter Begriffen wie Inflation, Deflation oder Preisstabilität? Diesen Fragen ging die 12. Klasse im Rahmen des Fliegenden Klassenzimmers gemeinsam mit Lehrer Dietmar Bresch auf einer viertägigen Exkursion nach Frankfurt nach.
Eine außergewöhnliche Fortbildung führte unsere Lehrerinnen Michaela Sehringer und Jens Reichel im August nach Reykjavik. Dort nahmen sie im Rahmen von Erasmus+ an einem internationalen Kurs mit Teilnehmerinnen aus Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland teil. Das Programm stand ganz im Zeichen von Körper, Geist und Natur – und setzte auf praktisches Erleben anstatt auf trockene Theorie.
Zum Schulstart wagten die Schüler*innen der 10. und 12. Klassen bei ihrer Lehrerin Veronika Gäng einen besonderen literarischen Ausflug: Sie erhielten lediglich das Bild eines alten Koffers als Impuls – ohne weitere Vorgaben. Aus dieser offenen Anregung entstanden ganz unterschiedliche Kurzgeschichten, die Einblicke in Gedankenwelten, Stimmungen und kreative Fantasie boten. Besonders hervorzuheben ist dabei der Beitrag von Ronja Smock aus der Klasse 10a. Ihre Geschichte „Wohin ich geh“ verknüpft den Koffer als Symbol mit Fragen nach Identität, Schicksal und Selbstbestimmung.
Eindringlich und bildreich schildert sie, dass wir nicht entscheiden können, womit unsere „Lebenskoffer“ gefüllt werden – sehr wohl aber, wohin wir damit gehen. Wir freuen uns, diesen Text hier im Original abdrucken zu dürfen:
Wohin ich geh
Reißverschluss auf. Gott, riecht das Ding alt. Ich will gar nicht wissen, wie lange der schon auf dem Dachboden vor sich hin staubt. Aber eigentlich ist es mir auch egal. Eigentlich ist mir gerade alles egal. Ich bin ja auch allen egal. Na ja, der alte Kasten muss trotzdem gepackt werden. Ich wünschte, mein Leben wäre ein Koffer.
Ich wünschte, ich könnte selbst entscheiden, was da rein kommt. Ich wünschte, ich könnte mein Leben selber packen. Aber irgendwie funktioniert das so nicht. Wir kriegen am Anfang unseres Lebens Koffer, die wir nicht selbst gepackt haben. Manche dieser Koffer sind voll Gold, voller Liebe, voll heiler Familie, voller guter Noten und genug zu Essen. Andere nicht. Definitiv nicht. Andere kriegen ihre Koffer schon mit Rissen und Schrammen und Dellen in die Hand gedrückt; in anderen warten böse Überraschungen unter all den Flanellkissen und Lichterketten und der heilen Welt.
Mein Koffer ist so einer. Und deshalb gehe ich jetzt. Ich gehe und kann wenigstens entscheiden, was in diesen alten Reisekoffer kommt. Baseballschläger. Auf jeden Fall einen Baseballschläger, mit dem ich alles zertrümmern könnte, wenn ich wollte. Es ist immer gut, einen Baseballschläger dabei zu haben, falls alle Stricke reißen, falls ich nicht mehr kann. Dann kann ich wenigstens alles zerstören, was ich noch habe. Meine Ketten. Auch wenn mein Inneres gebrochen ist, auch wenn ich gebrochen bin, mein Körper ist noch heil, und er soll nicht nur heil sein, sondern auch schön. Außerdem bedeuten mir die Ketten was.
Weil sie einer Person etwas bedeutet haben, die mir etwas bedeutet hat. Ihr war ich nicht egal. Meine Etuis mit den Reiseutensilien. Reisepass, Flugticket und so weiter. Die packe ich auch rein. Und plötzlich verstehe ich es. Ich verstehe es einfach. Niemand von uns kann entscheiden, was zu Beginn in unsere Koffer des Lebens gepackt wurde. Niemand kann sich das aussuchen. Aber das Entscheidende ist nicht, was in unseren Koffern ist, sondern wohin wir damit gehen. Wir können uns nicht aussuchen, woher wir kommen, aber wir können entscheiden, wohin wir gehen.
Und das mache ich jetzt.
Ronja Smock, 10a
Seit dem 12. Juli sind 28 Schüler*innen der BKF1 und der Klasse 11 im Rahmen des Erasmus+ Programms in Málaga unterwegs – begleitet von Alejandro Rodríguez, Alex Zarzuri und Estrella López Molina. Zwei intensive, lehrreiche und erlebnisreiche Wochen liegen hinter uns – Zeit für einen kleinen Zwischenbericht.